Praxis im Restaurant
Mehrsprachige Abholung zum Mitnehmen richtig prüfen: erst das Abholkennzeichen, dann die Angaben zu jedem Becher
Bei Bestellungen zum Mitnehmen in verschiedenen Sprachen zuerst Bestellung und gut lesbares Abholkennzeichen abgleichen, dann für jeden Becher Milchsorte, heiß oder kalt, Becherform und -größe sowie Anzahl prüfen. Bei grellem Licht oder wenn die aufgerufene Nummer schwer zu verstehen ist, einen Papierbeleg, eine mündliche Erklärung oder einen persönlichen Hinweis anbieten. Auch bei passendem Kennzeichen müssen die Angaben geprüft werden. Werden die Getränke zuerst ausgegeben, erklären Sie, welche warmen Speisen noch abzuholen sind. Ähnliche Becher oder ähnliche Nummern reichen nicht aus, um die richtige Bestellung zuzuordnen.
Bei der Ausgabe von Bestellungen zum Mitnehmen in verschiedenen Sprachen sind zwei Prüfungen nötig: Suchen Sie zuerst anhand des Abholkennzeichens die richtige Bestellung und gleichen Sie dann für jeden Becher Milchsorte, heiß oder kalt, Becherform und -größe sowie Anzahl ab. Ähnliche Nummern, gleiche Becher oder ein Nicken des Gastes ersetzen nicht die Prüfung der bestellten Ausführung. Wenn der Bildschirm bei grellem Licht schwer lesbar ist oder die aufgerufene Nummer nicht gut zu verstehen ist, verwenden Sie einen Papierbeleg, erklären Sie es mündlich oder weisen Sie den Gast persönlich darauf hin. Verlangen Sie nicht, dass der Gast dafür unbedingt ein Mobiltelefon benutzt.
Prüfkarte für jeden Becher: Auch wenn der Getränkename verstanden wurde, weiterhin nach den Optionen fragen
Der Name eines Kaffees ist vielleicht ungefähr verständlich, doch Angaben zu Milchsorte, heiß oder kalt oder zur Becherform und -größe können dabei übergangen werden. Die Unterlagen von MenuSnap zur Übersetzungsprüfung betonen, dass Informationen anhand der tatsächlichen Rezeptur überprüft werden müssen. Auch am Tresen sollten die einzelnen Punkte anhand der folgenden Prüfkarte abgefragt werden, statt nur die Bezeichnung des Gerichts oder Getränks zu bestätigen.
- Bestellung und Artikel: Gleichen Sie die Angaben mit dem tatsächlichen Eintrag in dieser Bestellung ab. Prüfen Sie bei Bezeichnungen in verschiedenen Sprachen, ob wirklich dasselbe Gericht oder Getränk gemeint ist; verlassen Sie sich nicht allein auf eine ähnliche Aussprache.
- Milchsorte: Halten Sie die Auswahl fest, die der Gast für diese Bestellung bestätigt hat, und gleichen Sie sie mit dem tatsächlich verfügbaren Angebot und den Zubereitungsangaben ab. Prüfen Sie die Regeln für den Austausch von Zutaten gesondert.
- Temperatur und Bechergröße: Wiederholen Sie beides ausdrücklich. Sagen Sie nicht nur, es sei wie auf dem Foto oder wie beim vorherigen Becher.
- Anzahl und Zubereitungskennzeichnung: Ordnen Sie jedem Becher die bestätigten Angaben zu. Ist eine Kennzeichnung unklar, fragen Sie beim Zubereitungsteam nach, statt aus der Farbe Rückschlüsse zu ziehen.
- Art der Erklärung: Halten Sie fest, welche Formulierung der Gast versteht oder wer geholfen hat. Wenn der Gast auf ein Bild zeigt, bedeutet das nicht automatisch, dass er allen Optionen zustimmt.
Bei Ernährungseinschränkungen müssen Mitarbeitende die Angaben anhand verlässlicher Unterlagen des Betriebs überprüfen. Eine scheinbar ähnliche Übersetzung ist keine Grundlage für eine Sicherheitszusage. Lässt sich die Verständigung vorerst nicht ausreichend klären, bitten Sie eine geeignete Kollegin oder einen geeigneten Kollegen um Unterstützung oder erklären Sie dem Gast, welche Angaben noch nicht feststehen. Die Übersetzung dient als gemeinsame Orientierung; das Personal am Tresen bleibt für die tatsächlich ausgegebenen Produkte verantwortlich.
Bei ähnlichen Bechern erst Bestellung und Kennzeichnung prüfen, dann ausgeben
Milchalternativen und Getränke nach Standardrezept können in gleich geformten Bechern serviert werden. Das Zubereitungsteam sollte die Unterschiede erklären und eine klare, einheitliche Kennzeichnung verwenden. Die ausgebende Person prüft anschließend die folgenden Fälle, statt den Gast anhand des Aussehens selbst auswählen zu lassen.
- Kennzeichnung und Angaben stimmen überein: Geben Sie die Bestellung Becher für Becher aus, nennen Sie die für jeden Becher bestätigte Auswahl und prüfen Sie die Anzahl.
- Kennzeichnung stimmt, Angaben sind unklar: Lassen Sie die Zubereitung vom zuständigen Team prüfen. Die Getränke bleiben im vom Personal kontrollierten Bereich; der Gast soll nicht selbst auswählen.
- Der Gast hat ein ähnliches, aber nicht zu dieser Bestellung gehörendes Getränk erhalten: Prüfen Sie höflich, zu welcher Bestellung es gehört und was bereits ausgegeben wurde. Übergeben Sie entnommene, berührte oder geöffnete Speisen und Getränke der verantwortlichen Person, damit sie gemäß den Lebensmittelsicherheitsvorgaben und den Betriebsabläufen behandelt werden. Bewahren Sie sie nicht zusammen mit noch auszugebenden Speisen und Getränken auf. Bei besonderen Ernährungsanforderungen müssen die bestellte Ausführung und die Zubereitungsinformationen erneut geprüft werden; es reicht nicht, lediglich ähnlich aussehende Becher auszutauschen.
Das Abholkennzeichen muss sichtbar sein; verlassen Sie sich nicht allein darauf, dass der Gast die aufgerufene Nummer hört
Verwenden Sie die im Betrieb vorhandenen Bestell- oder Abholkennzeichen, zeigen Sie sie dem Gast persönlich und erklären Sie, wo er warten und wie er die Bestellung abholen kann. Erklären Sie das Abholkennzeichen getrennt vom Rechnungsbetrag und der Tischnummer, damit der Gast weiß, woran er die richtige Bestellung erkennt. Beschreiben Sie die Abholung so, wie sie im Betrieb tatsächlich angeboten wird. Wenn der Aufruf schwer zu verstehen ist, vereinbaren Sie einen persönlichen Hinweis oder eine andere Form der Unterstützung durch Mitarbeitende. Automatische Benachrichtigungen sollten Sie nur erwähnen, wenn der Betrieb sie tatsächlich anbietet.
Wenn grelles Licht das Lesen erschwert, bitten Sie den Gast, die Angaben an einer besser einsehbaren Stelle zu prüfen. Bedienen Sie nicht ohne Erlaubnis das private Mobiltelefon des Gastes. Prüfen Sie vor einem Wechsel zu einem Ausdruck oder einer mündlichen Erklärung, ob die Bestellung bereits abgeschickt wurde, und übernehmen Sie die bestätigte Auswahl. Verlangen Sie nicht, dass der Gast erneut einen QR-Code scannt und bestellt, nur um eine neue Nummer zu erhalten.
Bei einer teilweisen Ausgabe mit derselben Bestellung klar erklären, was noch fehlt
Enthält eine Bestellung Getränke und warme Speisen, kann der Tresen die bereits fertigen Artikel zuerst ausgeben. Dabei muss jedoch klar gesagt werden, was noch fehlt, und die übernehmende Kollegin oder der übernehmende Kollege muss die Angaben nachsehen können. Gäste gehen womöglich, nachdem sie ihren Kaffee erhalten haben. Wird nur die Nummer genannt, ohne auf die noch ausstehenden Artikel hinzuweisen, kann etwas liegen bleiben, selbst wenn die Bar alles korrekt vermerkt hat. Gleichen Sie die ausgegebene Anzahl erneut mit der Gesamtmenge der Bestellung ab.
- Bereits ausgegeben: Wiederholen Sie die Artikel und die Anzahl der aktuellen Ausgabe; nennen Sie nicht nur die Abholnummer.
- Noch abzuholen: Benennen Sie klar, welche warmen Speisen oder Getränke noch fehlen, und informieren Sie die aktuell zuständige Person. Leiten Sie nicht allein aus der Anzahl der noch auf der Ablage stehenden Becher ab, was aussteht.
- Warteort und Hinweis: Vereinbaren Sie einen Ort, den der Gast leicht findet. Wechselt er in einen Wartebereich in der Nähe oder setzt er sich, aktualisieren Sie den Standort, informieren Sie die zuständige Person und geben Sie den vereinbarten Hinweis.